Ein leckerer Mirabellenkuchen… oder auch nicht!?

Unser Mirabellenbaum hängt dieses Jahr bis zum Anschlag voll und auch die volle Schüssel auf Arbeit und ein großer Sack, der an Freunde ging, machten den Baum nicht wirklich leerer.
Da wir alle aber nicht wirklich Marmeladenesser sind, dachte ich mir, ich mach nen schnellen Kuchen – und da wir hier auch nicht Kuchen in Massen essen, schleppte ich ihn halt mit zur Arbeit. Also ran an den Baum und gepflückt.

Für einen einfachen, aber wahrscheinlich sehr leckeren Kuchen braucht ihr:

+ Butter für die Form
+ ein wenig Extramehl zum Ausrollen

150 g Zucker
1 Prise Salz
400 g Mehl
250 g Butter
1 Ei
75 g gemahlene Mandeln
500 g Mirabellen
1 Paket Puddingpulver
300 ml Orangensaft
1/2 TL Zimt

So und wer hat jetzt gut aufgepasst von euch und hat gelesen, dass ich „wahrscheinlich sehr leckeren Kuchen“ geschrieben habe? Na? Keiner?
Frau Keks hat sich nämlich mühevoll hingestellt, Mirabellen entkernt, den Kuchen vorbereitet, geknetet, gerührt und gebacken, genascht und sich die Hand am heißen Ofen verbrannt. Mein Gott roch der Kuchen nach dem Backen gut! Am nächsten Morgen bin ich dann stolz wie Bolle samt Kuchen zur Arbeit gewackelt und hab den Kollegen schon mal den Mund wässerig gemacht…
Relativ früh am Mittag stürzten wir uns dann über den Kuchen. Meine Kollegin nahm ihr Stück, naschte am Teig, guckte komisch und fragte: „Na? Is dir n bisschen zu viel Salz reingefallen? Is aber nich schlimm, geht wirklich!“
Meine Vorahnung bestätigte sich dann, als ich von der Füllung probiert hab und danach würgend überm Mülleimer hing. Ich werde jetzt noch – 3 Tage später – täglich damit aufgezogen, dass ich Salz mit Zucker verwechselt habe *lach* Da fallen die dollsten Sprüche wie z.B.
Kollege A: „Hach… wie gern hätt ich jetzt so ein Stück Kuchen…“
Kollege B: „Nu komm, streu nich noch mehr Salz in die Wunde….“
Kollege C: „In ganz Berlin melden wir akute Salzknappheit! Ich seh die Schlagzeile schon vor mir!“
Die Wortspiele werden immer ausgefallener, je mehr Tage ins Land streichen.
So oder so, ich bin wohl die Woche der Renner mit der Story. Aber alles halb so wild, ich muss ja auch mitlachen und bin froh, dass nur eine Kollegin und ich den Kuchen kosten mussten. Und nu sitz ich hier und schreib euch trotzdem das Rezept auf? Klar! Weil die Füllung, bevor sie versalzen wurde so lecker war! Und ich werde definitiv den Kuchen noch mal machen. Also weiter im Text:
Ihr schmeisst das Mehl, 125 g von dem Zucker, die Prise Salz, kalte Butter in Stückchen und das Ei in eine Schüssel und mixt es ordentlich mit dem Knethaken durch. Danach noch mal mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten und dann stellt ihr das Ganze abgedeckt zur Seite und lasst den Teig 30 Minuten ruhen.
In der Zwischenzeit schmeisst ihr die Mandeln und 1 EL Zucker in eine beschichtete Pfanne und röstet sie leicht an (und hier lag der Fehler bei mir… ich hab mich schon gewundert, warum der „Zucker“ nicht karamellisiert… haha). Zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Fuddelarbeit bleibt bei den Mirabellen leider nicht aus, also ran ans waschen, putzen, halbieren und entkernen. Aber die Mühe loht sich!
Vom Orangensaft nehmt ihr euch 100 ml ab und rührt das Puddingpulver ein. Die restlichen 200 ml bringt ihr mit 25 g Zucker kurz zum aufkochen. Topf vom Herd ziehen, Puddinggemisch langsam einrühren und noch mal für ca. 1 Minute aufkochen. Dann die Mirabellen dazu und kurz durchkochen lassen. Bevor ihr den Topf zur Seite stellt, schnuppert mal dran… MHHHHHH! Ich hätte alles pur essen können!
Während der Topf auskühlt, kann die Hälfte vom Teig auf einer Mehlfläche ausgerollt werden. Eine Tarteform ausbuttern, den ausgerollten Teig reinlegen und überschüssiges abschneiden. Die gerösteten Mandeln in die Form geben und das Ganze noch mal für ein paar Minuten kalt stellen.
Danach das Mirabellenkompott in die Form geben und aus dem Restteig ein Gittermuster zaubern und über dem Küchen verteilen. Ich hab noch ganz leicht eine Schicht Zucker und Zimt über dem Kompott verteilt, bevor das Gittermuster rauf kam, aber das bleibt jedem selber überlassen.
Den Kuchen dann bei Umluft (175 Grad) für 30-40 Minuten backen.

Ein Gedanke zu „Ein leckerer Mirabellenkuchen… oder auch nicht!?

  1. ZuckerZimt

    Das hört sich super an – also die Version mit Zucker;-) Ich habs mir gleich mal abgespeichert, in der Hoffnung, in der nächsten Zeit mal wieder einen schönen Kuchen zu backen 🙂
    Danke!
    LG ZuckerZimt
    mitzuckerundzimt.blogspot.com

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