11 kg in 10 Wochen – Mein Erfahrungsbericht zu MyBodyartist.de

Wie der Großteil von euch mitbekommen hat, mache ich
momentan das Programm von www.Mybodyartist.de. Ende letztens Jahres hatte ich
mich entschlossen meine Gewohnheiten zu ändern. Ich wollte mehr Struktur in
meine Ernährung bringen, wollte endlich herausfinden, was meinem Körper gut
tut, was er braucht und was eben auch nicht. Also habe ich mich viel belesen,
mir viele Instagramaccounts angeguckt von Mädels, die verschiedene Programme
absolviert haben und habe für mich ein wenig rausgefiltert welches zu mir am
besten passen könnte.
Grundsätzlich denke ich schon mein halbes Leben darüber
nach, was mein Körper wirklich braucht und natürlich weiß man es auch so grob,
aber die Versuchungen im Alltag waren bis Dato einfach zu mächtig. „Ach komm
das eine Stück Kuchen wenn wir schon mal hier im Cafe sind“ oder der berühmte
Nachschlag weils einfach so gut schmeckt, man eigentlich aber schon merkt, dass
man satt ist. Dick war ich eigentlich schon immer. Von Kind an. So gab es in
der Schule zb das normale Frühstück und zusätzlich auch noch Mittagessen. Nach
der Schule ging es nach Hause, danach meist zum Spielen und Abends gab es dann
noch mal warmes Mittagessen. Und als Kind natürlich hier und da noch
Süssigkeiten. Das man sich als Kind/Jugendliche mit dem Thema Ernährung nicht
allzu sehr auseinander setzt ist klar und auch in Ordnung. Aber auch später
ging es so weiter, denn ich kannte es ja nicht anders. Chips und Fertiggerichte
gehörten in einer Phase meines Lebens zum Alltag. Oder auch einfach von allem
viel zu essen. Ohne wirkliches Sättigungsgefühl.

Aber auch die gegenteiligen Phasen hatte ich. Ich hatte
einen Job bei dem ich 10-12 Stunden stehen/gehen und schwere Kisten schleppen
musste, habe zusätzlich 4-5 x in der Woche auf dem Crosstrainer für 45 Minuten
gestanden, habe (das weiß ich heute) dafür viel zu wenig gegessen und habe
natürlich in kürzester Zeit sehr viel abgenommen. Nun ja, wie das geendet hat,
dürfte jedem klar sein. Die Pfunde kamen wieder. Auch Weight Watchers habe ich
probiert, mit sehr langsamen Erfolg. Meist so um die 200-300 Gramm Abnahme pro
Woche. Ja, langsames abnehmen ist wichtig, aber mich hat es schnell gefrustet,
da ich nicht nur 10 oder 15 Kg abnehmen muss und da erwartet man dann gerade in
den ersten Wochen schon ein paar mehr Kilogramm. Außerdem hat mich das
Punktezählen gestört.
Ich habe mich auch 10 Wochen durch das Programm von Detlef
D. Soost! probiert, aber auch hier blieb der Erfolg aus. Insgesamt sind 3,8 kg
verschwunden in diesen 10 Wochen. Bei mir hat es einfach nicht so funktioniert
wie ich es dachte und auch der wöchentliche Cheatday tat mir anscheinend nicht
so gut. Gefühlt habe ich mich 6 Tage die Woche gequält um am 7. Tag endlich das
essen zu können, was ich will. Es hat mich einfach nicht glücklich gemacht.
Allerdings habe ich eins in diesen 10 Wochen gelernt. Mein
Körper braucht kein Weizen und kommt ohne sogar noch viel besser zurecht! Ich
habe mich nicht mehr so aufgebläht gefühlt und hatte auch kein Bauchzwicken
mehr. Also stand für mich folgendes fest: Ich möchte ein Programm, was mir
einen Leitfaden zum langhangeln gibt und wo ich auf Weizen verzichten kann, mir
tolle Alternativen und auch Rezepte gibt, die sich zwingend leicht in meinen
Alltag integrieren lassen.
Ich bin irgendwann auf der Seite von Mybodyartist hängen
geblieben und habe mich lange eingelesen. Dort findet man sehr viele Infos und
was mich besonders angesprochen hat, ist, dass es ein Programm ausschließlich
für Frauen ist. Der Hormonhaushalt läuft ganz anders als bei Männern und das
Programm passt sich dem an. Auch Schilddrüsenunterfunktionen werden mit
einberechnet (die ich ja nun mal habe) und man füllt vorher sogar noch einen
Stoffwechseltest aus, damit bestimmt wird, welcher Stoffwechseltyp du bist
(Mischtyp, Kohlenhydratetyp oder Eiweißtyp). All das und noch viel mehr
bestimmen, wie dein Körper funktioniert und was er benötigt, um perfekt zu
laufen.
Also buchte ich das Programm mit dem Training für zu Hause.
Bestellte mir ein paar Hanteln und ein Expanderset. Mehr benötigt es nicht,
eine Matte hatte ich schon zu Hause. Kurze Zeit später bekam ich den Test per
Mail und war erstaunt, was alles mit dem Stoffwechsel zu tun hat – z.B. die Feuchtigkeit meiner Augen, oder ob
ich schnell eine Gänsehaut bekomme usw. Gespannt schickte ich den Test zur
Auswertung ab und erhielt am nächsten Tag auch schon meine Antwort. Ich bin ein
Mischtyp, verwerte also alles in ungefähr gleichen Maßen gut. Kurz darauf
folgten dann auch die restlichen Unterlagen. Mein Programm! Es geht los!

Ich gebe zu, dass ich den ersten Moment erschlagen war von
der Fülle der Unterlagen. Trainingsleitfaden, Trainingspläne, Rezeptbücher,
Essensleitfäden, Erklärungen allgemein usw. Schnell aber durchblickte ich das
System dahinter und fing an mir die nächste Woche alles Stück für Stück
durchzulesen. Je mehr ich gelesen habe, umso mehr merkte ich, dass da wirklich
jemand dahintersteckt der Ahnung hat. Alle Fragen die sich nebenbei noch in
meinem Kopf gesammelt haben, wurden in den Unterlagen beantwortet und vor allem
auch erklärt. Und das finde ich so wichtig. Ich möchte nicht vorgesetzt
bekommen „Du wirst jetzt so und so Essen!“ und ich weiß nicht mal warum. Hier
bekommt man Hintergründe erklärt. Welches Nahrungsmittel wirkt sich gut und
welches weniger gut auf den Körper aus und warum. Wenn ich Heißhunger habe, was
fehlt meinem Körper dann und vor allem was muss ich essen, damit der Heißhunger
gar nicht erst aufkommt?
Während ich mich eingelesen habe, habe ich noch ein paar
kleine Helferlein bestellt wie z.B. Whey Protein oder auch Chiasamen, Nüsse,
Krillöl oder BCAA. Auch hierzu gibt es ausführliche Erklärungen, warum es den
Körper unterstützt und wozu wir es benötigen.
Nach und nach kamen meine Bestellungen an und ich fieberte
etwas nervös dem 11.1.16 entgegen, an dem ich starten wollte. Zu oft habe ich
Enttäuschungen erlebt und bin rückfällig geworden. Aber nach dem ich mir alle
Unterlagen von Mybodyartist in Ruhe durchgelesen hab, war ich schon etwas
zuversichtlicher. Besonders gut hat mir gefallen, dass man nicht einfach
nur einen Ernährungsplan bekommt, an den man sich strikt 12 Wochen halten muss,
sondern zusätzlich auch noch einen Ernährungsleitfaden mit Lebensmitteltabellen erhält. So
erfährt man ein wenig mehr darüber wie unser Körper sein Essen verstoffwechselt
und lernt wie man sich auch ohne Ernährungsplan selber gesunde Mahlzeiten
zusammenstellen kann. Ich habe mich am Anfang aber erst mal nur an den
vorgegebenen Ernährungsplan gehalten, da ich schnell starten und mir nicht
jeden Tag darüber Gedanken machen wollte, was ich kochen soll. Also bin ich mit
Hilfe der Einkaufsliste aus dem Programm zum Supermarkt gegangen und habe mir
alles besorgt, was ich für die erste Woche brauchen würde.

Am Montag den 11.1.16 ging es dann los. Den Abend zuvor
hatte ich schon vorgekocht, da ich für die Arbeit ja Frühstück und Mittagessen
benötige. Ich habe mich übrigens für 3 Mahlzeiten am Tag entschieden, es wäre
auch möglich diese auf 5 aufzuteilen, je nachdem wie man es gewohnt ist.
Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich die Woche immer satt war und teilweise
die Portionen nicht ganz geschafft habe. Denn auch auf den eigenen Körper hören
und aufhören wenn man satt ist gehört dazu. Das sind Dinge, die ich neu lernen
musste. Auch die folgenden Wochen liefen super, ich hatte nie Hunger geschweige
denn Heißhunger. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Zuvor war ich auf Arbeit
sehr oft am Tag am Süssigkeitenkorb und habe auch beim Vorbeilaufen gerne mal
das ein oder andere Stück Schokolade in mich reingestopft. Und dann habe ich von
dem einen auf den anderen Tag einfach aufgehört. Und es ging. Einfach so…
ohne Schwierigkeiten. Ich hab 3-4 Tage gebraucht um mich von dem Gang dort hin
abzugewöhnen, aber ich hatte nicht das Verlangen jetzt zwingend etwas Süsses zu
essen.
Tommy berechnete mir aus meinen gesendeten Daten genau den
Bedarf an Kalorien und Makros (Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate) die mein Körper
zum gesunden abnehmen braucht. Dieser beträgt gerade mal 20% unter meinem
momentanen Normalverbrauch. Um euch eine Zahl zu nennen: Ich habe angefangen
mit über 2400 Kalorien pro Tag! Und wenn ihr das in gesunde Lebensmittel
umsetzt und vor allem auch gesunde Fette, kann auch kein Heisshunger aufkommen,
da der Insulinspiegel gar nicht die Möglichkeit hat euch verrückt nach Essen
werden zu lassen. Ich war fasziniert, dass es so einfach und so gut
funktioniert. Ich brauchte mich nicht quälen und bin locker am Schokoladenkorb
vorbei gegangen. Und so ist es bis heute.
In Phase 1 (dauert 4 Wochen) versucht ihr euch so natürlich wie möglich zu ernähren. Das heißt Fast Food sowie mit Zucker und Konservierungsstoffen vollgepackte Lebensmittel sind tabu. Stattdessen gibt es viel Gemüse, Obst, Fleisch (am besten Bio), Fisch, Reis sowie Brot, Pizza und Pasta mit gesunden Zutaten. Mir fielen die 4
Wochen sehr leicht, denn wer jetzt denkt, es gab immer nur das selbe, der
täuscht sich. Die vorgegebenen Rezepte sind sehr abwechslungsreich, schmecken
alle unterschiedlich und es kommt definitiv keine Langeweile auf. Ich habe mit
3 x Sport die Woche angefangen und auch hier stimmt das Konzept. Gut
ausgewählte und vor allen Dingen gut kombinierte Übungen, die einen ordentlich
fordern und mir den ein oder anderen Muskelkater am Anfang beschert haben. Das
Training bekommt ihr einmal schriftlich in Stichpunkten, einmal in einem Ordner
als Videodateien, wo jede einzelne Übung vorgeturnt wird und ihr den korrekten
Ablauf seht und zusätzlich noch mal in schriftlicher ausführlicher Auswertung
mit speziellen Erklärungen worauf ihr achten müsst um sie sauber auszuführen.
Es hat ca. eine Woche gedauert, dann kannte ich den Großteil der Übungen aus
dem Kopf. Meist schau ich mir den Trainingsplan vor dem Training noch mal an
und wenn mir der Name einer Übung nichts sagt, schau ich mir schnell das Video an damit ich weiß wie sie geht.  Das Training ist kurz und knackig und mit
Aufwärmen und Cooldown bin ich meist nach 45 Minuten durch. Dh 25-30 Minuten
richtiges Training, je nach dem wie motiviert ich gerade bin. Und das ist
definitiv gut zu schaffen in der Woche. Momentan mag ich die Variante lieber,
dass ich zu Hause trainiere, weil ich dann nach der Dusche halt einfach auch
gleich zu Hause bin und nicht noch Sachen packen und rumfahren muss. Nach dem
Sport gibt es übrigens meist einen Shake. Ich mische dazu gerne Whey mit einer
Banane und ein paar Blaubeeren. Das gibt dem Körper noch mal genau das was er
nach dem Sport braucht und schmeckt mir super!
Phase 1 habe ich dann nach 4 Wochen mit -6,3 kg beendet und
bin dann in Phase 2 gerutscht (Phase 3 erreicht ihr übrigens, wenn ihr euer
Wunschgewicht habt und es halten wollt) In Phase 2 geht es darum auszutesten,
was meinem Körper an zusätzlicher Nahrung bekommt und was eher hinderlich beim
Abnehmen ist. Ich habe langsam angefangen wieder Käse und Griechischen Joghurt
einzubauen und auch ein paar Erdbeeren habe ich auch getestet. Ich habe weiterhin
jede Woche abgenommen, aber nicht mehr ganz so schnell und viel wie in den
ersten 4 Wochen. Das ist aber ok für mich, solang ich konstant abnehme. Es
müssen nicht immer 1,3 kg die Woche auf der Waage weniger stehen, mir reichen
auch mal 800 Gramm. Immerhin hab ich mir das alles auch nicht in 3 Monaten auf
die Hüfte gelegt, sondern über Jahre. Phase 2 tut mir gut. Ich liebe Käse und
gerade Parmesan und Mozzarella stehen ganz oben auf meiner Liste. Trotzdem
setze ich sie nicht täglich ein, einfach mit dem Hintergedanken nicht wieder in
alte Muster zu verfallen und alles im Übermaß zu essen. Käse gibt es 2-3 mal
die Woche und ich fahre gut damit.

Auch das Thema Schlaf wird im Programm nicht vernachlässigt
und ausführlich behandelt. Ausreichend Schlaf ist so wichtig für den Körper,
denn in dieser Zeit regeneriert er alles was nötig ist. Hormone werden
ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass z.B. Gewebe repariert wird, oder
Körperzellen regeneriert werden. Sie regeln auch den Muskelaufbau und der
Verdauungstrakt hat nun die Ruhe sich um bestimmte Vorgänge zu kümmern.
Interessant sind die Hormone Ghrelin und Leptin. Ghrelin steuert den Appetit
und sorgt für Hungergefühle, Leptin hingegen sorgt dafür, dass wir uns satt
fühlen. Haben wir Schlafstörungen oder bekommen zu wenig Schlaf, wird
nachweislich mehr Ghrelin ausgeschüttet und die Leptinzufuhr gestoppt. Das
heißt im Umkehrschluss: Wer weniger Schläft, hat mehr Hunger und kann
langfristig zunehmen. Verrückte Sache oder? Ein Glück schlafe ich gerne, gut
und viel! 7 Stunden sind mein Minimum. Alles was darunter ist, ist für meine
Mitmenschen eine Qual. Ich werde mürrisch und blubber gern vor mich hin. Ausgeschlafen
fühle ich mich meist nach 8,5 Stunden, wovon dann gerne mal 6 Stunden
Tiefschlaf sind nach meinem Fitnessarmband. Also Mädels, ab ins Bett und
schlaft euch schlank!
Ein großes „Angstthema“ waren die allzu bekannten Gelüste
der Frau einmal im Monat. Ich hab mir Gedanken gemacht, wie ich mit dem Gewicht
auf diese Phase reagier und vor allem wie meine Gelüste sind. Ich muss sagen,
dass sich beides gut kontrollieren lässt. Mein Gewicht schwankt immer etwas und
es können gern mal eine Woche vor meinen Tagen bis zu 2 kg auf der Waage mehr
sein durch Wassereinlagerungen. Das enttäuscht natürlich beim Gang auf die
Waage, aber es geht ja auch wieder weg. Ich werde mir jetzt angewöhnen viel
Brennnesseltee zu trinken, da dieser entwässernd wirkt. Ich bin gespannt ob es
klappt. Die Lust auf Süsses hält sich im guten Mittelmaß. Es ist eher die Lust
überhaupt was zu essen und zu kauen in dem Moment ohne groß nachzudenken. Aber
auch da bleib ich eisern. Und nun die beste Nachricht aus Phase 2: Ihr dürft
wenn ihr wollt jeden Tag ein Stück Schokolade (mind. 70%) essen! Na hallo! Also
wenn es wirklich nicht mehr geht, gönne ich mir auch ein Stück. Oder ich greife
zu einem Proteinriegel (momentaner Favorit von Layenberger Schoko/Banane,
gibt’s bei DM).  Danach geht’s mir gut
und da ich grundsätzlich schon immer lieber Zartbitter als alle anderen Sorten
gegessen habe, ist das für mich natürlich ein Glücksgriff.
Phase 2 bietet viel mehr als das was ich euch hier im Detail
aufschreibe und auch wenn ihr einiges hier nicht aufgelistet findet, darf
man es auch essen. Ein leckeres Reisgericht oder Quinoa sind möglich, ich liebe
Süsskartoffelpommes und mache sie mir sehr oft, Männe und ich stehen total auf
die Pizza Proteina, Zucchini- oder Tomatenbrot sind auch lecker und schnell
gemacht. Ich kann euch auch nur einen kleinen Einblick in das Programm
gewähren, da für jeden Stoffwechseltyp natürlich auch ein individueller Plan
entsteht und ich nicht weiß, was ihr z.B. bevorzugt an Nahrungsmitteln zu euch
nehmen solltet. Ich kann immer nur aus meiner Sicht erzählen und dazu noch
meine Zu- und Abneigungen teilen. Ein Beispiel: Ich mag nicht so gerne Obst. Ja
ab und an mal nen Obstsalat oder ne Banane auf dem Grill ist toll. Aber wenn
ich einen Obstkorb und einen Gemüsekorb vor mir liegen habe, würde ich immer
eher zum Gemüse greifen. Dies wiederum heißt aber nicht, dass man im Programm
kein Obst essen darf. Man soll es sogar, aber so hat jeder seine eigenen
Vorlieben. Überschlagen und ganz grob gegliedert kann man aber sagen, dass die
bösen Fallen wie Brot, Nudeln und Weizen allgemein wegfallen, ihr keine
Kalorien zählen müsst, sondern euch gesund und vernünftig ernährt.
Viele fragen mich auch auf Instagram ob ich nun auf
Kohlenhydrate verzichte. Meine Antwort: Nein man muss bei dem Programm nicht
auf Kohlehydrate verzichten. Zwar sollte man den Anteil der Kohlenhydrate etwas
stärker reduzieren und wie gesagt z.B. weizenhaltige Lebensmittel zumindest im
ersten Monat meiden, aber kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Reis, Süßkartoffeln,
Obst und Gemüse sind überhaupt kein Problem. Dass „böse“ Kohlenhydrate, die in
zuckerhaltigen Speisen lauern Tabu sind, sollte eigentlich selbstverständlich
sein. Doch auch für diesen Fall bietet das Programm viele Alternativen.

(Pizzavorbereitung)

 Und genau das ist der Knackpunkt. Es ist wichtig im Kopf
umzudenken und dann zu Handeln! Handeln ohne Umdenken bringt euch nicht weit.
Ihr müsst euren Körper verstehen lernen, müsst herausfinden was ihm gut tut,
wodurch ihr Energie bekommt. Das das alles nicht von heute auf Morgen
funktioniert ist logisch und auch ich hab über 30 Jahre gebraucht um a) das zu
kapieren und b) es umzusetzen mit einem Weg, der für meinen Körper und meinen
Kopf funktioniert. Denn sind wir mal ehrlich: die Industrie setzt uns schon die
tollsten Leckerbissen vor und würde ich nicht ohne Einkaufszettel einkaufen
gehen, würden auch ganz schnell Chips im Wagen landen.
 
(Vorbereitung für den Tag)
Dieses Thema bringt mich auf den nächsten wichtigen Punkt.
Cheaten. Oder: sich was gönnen! 5 Wochen nachdem ich angefangen habe, hatte ich
meinen ersten Cheattag. Eigentlich sollte es nur ein Essen werden, bei dem ich
auf nichts achte. Aber ich fing schon Mittags an mich durch ein paar
Süssigkeiten zu testen. Und beim Testen ist es dann auch größtenteils
geblieben. Die Chips, die ich früher ohne Punkt und Komma vernichtet hatte,
schmeckten irgendwie nach Pappe. Die Milchschokolade hatte eine komischen
Nachgeschmack, also hab ich es gelassen und mich aufs Abendessen gefreut. Wir
saßen beim Italiener und ich bestellte mein Lieblingsgericht. Gegrilltes
Fleisch am Spieß mit Kräuterbutter. Dazu Rosmarinkartoffeln und einen Salat.
Männe und ich lieben die Salatsosse dort, aber auch hier hab ich den Großteil
liegen gelassen. Irgendwie schmeckte es zu künstlich. Das Fleisch war wie immer
super, nur leider schwommen die Kartoffeln in Fett. Ob das der Grund war, warum
ich sie nicht ganz aufgegessen habe, oder ein anderer kann ich nicht mehr
sagen, aber ein Teil ging zurück. Mein Cheatday brachte mir natürlich am
nächsten Morgen ein wenig mehr auf der Waage (ca 1,2 kg), so dass ich
schlussendlich eine Woche später insgesamt nur 100 Gramm abgenommen habe
anstatt sonst wie üblich um die 1-1,3 kg, aber das war völlig ok. Auch der
Einstieg am nächsten Tag fiel mir leicht. Die ersten 4 Wochen ist cheaten
übrigens nicht erlaubt, was grundsätzlich aber auch nicht schwer ist, denn es
gibt im Rezeptbuch viele süße Frühstücksideen, die die Seele glücklich machen.  Danach könnt ihr euch so ein wenig selber
langhangeln. Es reicht aber auch, wenn ihr nur und ab und zu cheatet und euch
z.B. mal ein Eis gönnt. Manchmal tut es dem Körper gut einen kleinen Push zu
kriegen. Zusätzlich bekommt ihr auch Rezepte für Cheattage und darunter finden
sich auch Süssigkeiten die ihr selber machen könnt! Ich finde es toll, dass man
in dem Programm die 12 Wochen nicht strikt nach Plan leben muss, sondern auch
anfängt auf seinen Körper zu hören und auszuloten was ihm gut tut und was
nicht. Was bringt es denn sonst wenn ihr euch 3 Monate nach Plan ernährt und
dann dasteht und nicht weiter wisst? Hier lernt ihr Schritt für Schritt wie ihr
mit der Ernährung umgeht.
Hier seht ihr ein paar Frühstücksideen:

Und ja diese Schritte bedeuten Arbeit und Zeitinvestition.
Ich stehe jeden Tag in der Küche und koche Frühstück und Mittagessen für die
Arbeit am nächsten Tag vor. Allerdings auch nur, weil ich das Vorkochen für
eine Woche nicht mag. Und ja es ist manchmal anstrengend weil die Zeit knapp
ist weil ich noch 1000 andere Dinge zu tun habe, aber hey! Müssten wir uns
nicht eh was zu essen machen? So oder so? Die Rezepte sind so gut konzipiert,
dass sie meistens in 20 Minuten erledigt sind, meist sogar schneller. Also
Arsch hoch und losgekocht! Ab und an nehme ich mir auch Rezepte und verdoppele
sie. Dann gibt’s halt an zwei Tagen das gleiche Mittagessen. Spart mir die
Arbeit und leckeres essen geht sowieso immer zwei mal.
Mit diesem Konzept bin ich gut gefahren und werde es auch
weiter beibehalten. Ein wenig Bange ist mir schon, wenn die 12 Wochen bald um
sind. Aber das hängt wohl eher mit meinen Gedanken zusammen. Denn das Programm
bleibt mir ein Leben lang erhalten, ich habe immer Zugriff drauf und auch bei
Facebook oder bei Whats App ist mir Hilfe sicher. Auch sämtliche Videos bleiben
bei mir und sind immer abrufbar für mich. Also könnte ich das Programm immer
und immer wieder machen wenn ich wollte oder einfach weiterführen, so wie ich
es geplant habe.
Für mich ist es ein guter Weg den ich hier gefunden und
eingeschlagen habe. Ich werde weiter machen, mir ab und an einen Cheatday
gönnen und auch den Sport werde ich weiter beibehalten.
Hier noch mal alle Fakten im Überblick:
+ Ich habe in 9 Wochen 10,3 kg abgenommen
+ Ich habe täglich über 2400 Kalorien zu mir genommen
+ Ich mache 3 x die Woche Sport (Krafttraining)
+ Davon habe ich zwei Wochen ausgesetzt, weil ich krank war
   (und ich habe
trotzdem weiter abgenommen)
+ Meine Haut und mein Gewebe ist deutlich straffer geworden
+ Ich fühle Knochen, die ich vorher noch nie gefühlt habe 😀
+ Ich war durchgängig satt, hatte immer große Portionen zu
essen
+ Das Programm könnt ihr auch durchführen, wenn ihr eine
Glutenunverträglichkeit,     Laktoseintoleranz oder Schilddrüsenerkrankung habt
+ Viele Rezepte für „gesundes“ Fast Food und Süßigkeiten
+ Alle Rezepte lassen sich innerhalb von 10 bis 20 Minuten zubereiten

Für mich endet die Reise nach den 12 Wochen nicht. Eher war
es ein Startschuss meinen Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken und ich
bin froh, dass ich mich getraut habe. Die Zeit rennt wie verrückt und mir geht
es blendend. Und die ersten neuen Klamotten können auch schon eingekauft
werden, denn die Hosen rutschen…
 ♥♥♥

   

3 Gedanken zu „11 kg in 10 Wochen – Mein Erfahrungsbericht zu MyBodyartist.de

  1. Martha Quadrata

    Ganz vielen Dank, für deinen tollen Bericht über das Programm, ich habe ihn verschlungen! Ich habe mir um Ostern rum auch das Programm gekauft, werde aber erst im Mai nach dem Urlaub starten und dank dir kann ich es jetzt kaum erwarten! Ich freue mich riesig drauf, bin gespannt, wie ich klar komme, wie mein Körper reagiert und natürlich auch, was die Waage sagen wird.;-)
    Ich habs ewig mit WW versucht, vor etlichen Jahren auch super damit abgenommen, aber zwischen dieser Abnahme und jetzt liegen etwa 3 Programmneuerungen und aktuell ist es einfach nicht mehr meins, es passt nicht mehr zu mir. Das Konzept von Mybodyartist überzeugt mich bisher total, alles was ich bis jetzt darüber gelesen habe macht so viel Sinn, erscheint mir logisch und damit auch umsetzbar. Solange ich satt bin ist alles gut.*g*

    Antworten
  2. Sandra

    Halli-Hallo 🙂

    Dein Erfahrungsbericht ist so toll! Vielen Dank dafür! Habe mir soeben auch das Programm gekauft und kann es kaum erwarten bis ich alle Unterlagen hab, um zu starten.
    Machst du Phase 2 immer noch? Wie ist es dir seit Ende des Programmes ergangen?

    Glg aus Wien,
    Sandra

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*