Hausbau Erdgschoss Teil 1

Na endlich lohnt es sich mal wieder über den Hausbau zu bloggen. Ein wenig ist passiert in den letzten Monaten, jedenfalls genügend um es samt Bilder festzuhalten.
Anfang des Jahres haben wir mit tatkräftiger Hilfe unseren alten Schuppen abgerissen, der schon fast auseinander gefallen ist. Eigentlich sollte an diese Stelle dann ein neuer Schuppen hin, damit Muddan ihren Roller dort unterstellen kann im Winter. Leider macht seit dem der Nachbar ordentlich stunk, weil er nun endlich Licht an seinem Zaun hat und dort endlich Blumen pflanzen kann, er duldet nicht, dass wir dort einen neuen Schuppen bauen. Blöderweise zieht das noch nen Rattenschwanz nach sich, so dass wir wirklich nicht einfach bauen können…
Also zog sich das Ganze hin und so haben wir beschlossen erstmal die restlichen Fenster zu wechseln. Das Fenster in Muddans Küche war zu erst dran und ging glücklicherweise auch ohne sämtliche Komplikationen einzubauen. Wer hätte das gedacht, ich jedenfalls nicht!
Wird ja langsam auch mal Zeit mit dem Fensterwechsel. Nicht nur, dass es absolut nicht mehr schön aussieht, auch wirklich dicht war es nicht mehr.

Relativ schnell hieß es dann altes Fenster raus, neues Fenster rein. Da unsere Fenster leider nicht die normalen Standardmaße haben, mussten wir eine Sonderanfertigung bestellen. Grmpf, irgendwas ist ja immer. Ach und dann wär da noch die Sache mit dem Sturz. Haben wir einen oder nicht? Bei jedem Fenster eine neue Überraschung… Wer sich erinnert, beim Schlafzimmerfenster oben hatten wir ein Holzbrett als Sturz, hier waren nur die alten Sauerkrautplatten zu sehen. Ob sich da drunter noch ein Sturz befindet – keine Ahnung! Hat 30 Jahre gehalten, hält auch die nächsten 30 Jahre! So!

Hier der Blick schräg hoch. Das Metallding ist noch von der Jalousie, das bräunliche ist die Außenmauer und ganz oben dann die Sauerkrautplatte.

Nachdem das Küchenfenster drin war, kümmerten wir uns um das neue überhyperdimensionalmegamäßig große Wohnzimmerfenster. Wir haben 2 Tage voll durchgepowert für den reinen Fensterwechsel ohne Schnickschnacknacharbeiten und ich kam mir am zweiten Morgen vor wie ne 80 jährige Oma. Mir tat alles weh… selbst in den Unterarmeninnenseiten hatte ich Muskelkater…

Hier erstmal das Vorher-Bild. Ansich ist das Fenster schon recht groß und die Tür lässt auch ne Menge Licht rein, aber wie schon beim Küchenfenster erwähnt, ist da auch nichts mehr so wirklich dicht. Die Jalousien funktionierten kaum noch und der Allgemeinzustand war einfach schlecht. Was auf den Bildern wie ne Kurzgeschichte aussieht, entpuppte sich doch als ganz schöne Kampfaktion. Und auch wenns jetzt heisst hier musste die Heizung weg, das Heizungsrohr, was zwischen großem Fenster und Terrassentür verläuft musste umgesetzt werden, dh die Decke musste ein Stück geöffnet werden, die Wand rechts mussten wir aufstemmen, dann hört sich das larifari an, aber diese Fuddelarbeiten schlauchen und rauben Zeit und Nerven…

Sieht Bildtechnisch dann so aus… Ich denke ich brauch nicht erwähnen, was das ganze für einen Lärm und Dreck gemacht hat.

Da das neue Fenster bodentief ist, muss natürlich ne Ablaufrinne vor das Fenster, damit das Regenwasser dort ablaufen kann. Das heisst stemmen.. ohne Ende… und den Großteil hab ich gemacht.  Aus fototechnischen Gründen musste der Mann hier mal ran und weil ich auch dringend ne Pause brauchte. Meine Arme haben danach immer noch mitgewackelt 😀

Die Mauer ansich rauszustemmen ging eigentlich relativ fix und die Steine konnten wir teilweise so ablösen. Da unser Haus allerdings Doppelwandig gebaut ist, hieß das natürlich auch doppelte Steinmenge. Hmpf…

Nachdem alle Steine weg waren, konnten wir uns den Boden mal genauer ansehen. Wir wussten zwar, dass sich unter dem alten Teppich alte Dielen befinden, aber nicht wie es da drunter aussieht. Auf dem Bild erkennt man ganz gut, dass dadrunter ordentlich dicke Dämmung ist und auch die Dielen sind sehr dick. Die Dämmung geht noch ein gutes Stück tiefer und da drunter konnten wir auch noch mal Balken fühlen. Für alles andere war die Hand dann zu kurz 😀
Fest steht aber nun, dass wir – wenn die Dielen alle soweit ok sind – später dann mal den Teppich entfernen und die Dielen aufarbeiten wollen. So fällt zwar die eigentlich geplante Fußbodenheizung weg, aber das macht nix, denn mir hat es im oberen Bereich schon das Herz gebrochen, dass wir die Dielen entsorgen mussten. Und im Ganzen kommt uns das auch billiger. Wunderbar! Wieder ein Stück alten Haus-Charm erhalten.

Der neue Rahmen passte glücklicherweise auch genau wie wir es ausgemessen hatten, so ging das Ausrichten und Befestigen relativ problemlos. Gruselig war dann noch mal das Einsetzen der Fenster – ich hatte so angst das was kaputt geht! Blöderweise ist bei der Schiebetür ja auch ein Stück vom Glas abgeplatzt, aber das war schon bevor wir das Fenster eingebaut haben und ein Glück haben wir das auch vor dem Einbau entdeckt! Der Brief an die Firma mit Beweisfotos ist raus, ich hoffe es bringt was, denn das war eindeutig ein Fehler ab Werk. Drückt die Daumen, denn die Kosten für das Fenster waren so enorm… 🙁

Und so sieht das Ganze nun fertig aus. Vorne ist ein feststehendes Element und hinten sieht man die Schiebetür ganz gut, die genauso groß ist wie das andere Fenster und komplett aufgeschoben werden kann. Die Ablaufrinne ist auch fertig und somit ist das Projekt Riesenfenster abgeschlossen – jedenfalls von Außen!
Innen sind noch die Wände rund um das Fenster offen, direkt vor dem Fenster ist ein 20 cm langer und 10 cm tiefer Spalt in dem die bodenebene Heizung dann eingesetzt wird.

Nachdem die Fenster relativ zügig verbaut waren, war die Frage wie wir nun weiter machen. Der Roller brauchte immer noch einen Winterstellplatz und auch sonst liegt noch einiges in der Garage rum, was irgendwo untergebracht werden muss (zur Erinnerung – die Garage soll das spätere Schlafzimmer von Muddan werden). Bei Ebay entdeckte ich einen kleinen Holzschuppen, der perfekt wäre. Und da wir für unseren Teil des Gartens eh ein Holzhaus benötigen, kam die Idee auf den Roller erstmal da unterzustellen. Da die Hütte auch an der anderen Zaunseite steht, kann der Nachbar nix weiter sagen. 
Also beobachten, ersteigern und doof aus der Wäsche gucken – wie kriegen wir das Teil jetzt in den Garten? Also zogen wir an einem Samstag, die Taschen voller Werkzeug, los um die Hütte zu holen. Ich fasse mich kurz: 2 Stunden schraubten und bastelten wir im Regen, die letzte Stunde dann auch noch im Dunkeln. Da die Bodenplatte aber nicht in den Sprinter gepasst hat, mussten wir am nächsten Tag noch mal hin, sie in der Mitte teilen und dann nach Hause fahren.
Fazit: nie wieder!
Zwei Tage später hat sich Männe dann hingesetzt und die Hütte aufgebaut. Gestern haben wir sie fertig gestellt, nachdem wir noch mal zum Bauhaus mussten um Dachpappe zu besorgen. Die ging natürlich beim Abbau kaputt und auch die alten Dachschindeln sind leider kaputt, da müssen dann auch neue her. Also bis auf die Schindeln ist das Haus soweit fertig und an seinem Platz. Noch ne Runde Holzschutz draufpinseln und das Drumherum verschönern. Aber das hat Zeit.
Heute haben wir dann unseren alten Anbau ausgeräumt, aussortiert und die Geräte in den Schuppen gestellt. Bäm, Schuppen voll! Nix mehr mit Roller reinstellen im Winter!
„Watn fürn Anbau jetzt? Und wieso leer räumen?!“ Ich seh doch genau das ihr grad nicht mehr folgen könnt 😀
In dem Anbau standen Rasenmäher, Blumentöpfe, die große Tischkreissäge usw… Und eigentlich hätte alles auch so bleiben können, wenn da nicht die Decke im Anbau langsam runterkommen würde. Der Anbau existiert jetzt ziemlich genau 31 Jahre und langsam wirds mal Zeit für nen kleines Makeover. Das Bild ist nicht das Beste, aber ich denke ihr erkennt, dass die Decke ganz schön runterhängt. Der Holzbalken rechts versucht das Desaster noch ein wenig zu stützen. 
Also zieht eins das andere nach sich. Um im Winter die Garage umzubauen muss sie leer werden, dh ein Überwinterungsplatz für den Roller und sämtlichen anderen Kram der noch in der Garage lagert muss her, dh Hütte gekauft und aufgebaut, dh Anbau leer geräumt und alles in der Hütte verstaut, dh Decke im Anbau neu machen und noch n paar Risse an den Wänden ausbessern, Roller plus restliche Sachen in den Anbau stellen zum Überwintern und dann endlich in der Garage anfangen. Puh!
Ich hoffe wir kriegen die Decke noch rechtzeitig fertig. Keiner weiss wie es da drunter aussieht und irgendwie wollte heute auch keiner so wirklich mal drunter schmumeln. Wer weiss was uns da wieder entgegen kommt…

2 Gedanken zu „Hausbau Erdgschoss Teil 1

  1. Mondbluemchen08

    Wow, wow, wow!!! Ihr habt soviel geschafft und es sieht suuuuper aus!
    Wahnsinn, wie handwerklich begabt Ihr seid, die Hälfte davon würd mir schon reichen 😉 ich bin gespannt, wie es am Ende tatsächlich aussieht, wobei ich denke, für Männer wird es kein Ende geben – irgendwas findet er bestimmt immer 😀

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